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Grundlagen 2 Min. Lesezeit Aktualisiert 2026-06-14

Cannabispflanze (Cannabis sativa)

Kurzdefinition

Die Cannabispflanze (Cannabis sativa) ist eine einjährige Nutz- und Heilpflanze aus der Familie der Hanfgewächse, die über hundert Cannabinoide wie CBD und THC sowie zahlreiche Terpene bildet.

Was ist die Cannabispflanze?

Die Cannabispflanze (Cannabis sativa L.) ist eine einjährige, schnell wachsende Nutz- und Heilpflanze aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie ist dafür bekannt, eine Vielzahl bioaktiver Substanzen zu bilden – darunter über hundert verschiedene Cannabinoide wie CBD und THC sowie aromatische Terpene und Flavonoide.

Botanisch handelt es sich um eine einzige Art, die in zahlreichen Sorten gezüchtet wird. Ob eine Pflanze als Nutzhanf oder als Rauschmittel-Cannabis gilt, hängt nicht von der Art, sondern vom Wirkstoffprofil ab (siehe Hanf vs. Cannabis).

Botanischer Aufbau

Die Pflanze gliedert sich in mehrere charakteristische Bestandteile:

  • Wurzel: verankert die Pflanze und nimmt Wasser und Nährstoffe auf.
  • Stängel: trägt die für Faserhanf wirtschaftlich bedeutenden Bastfasern.
  • Blätter: die typisch gefingerten, gezähnten Blätter dienen der Photosynthese.
  • Blüten: vor allem die weiblichen Blütenstände sind reich an Wirkstoffen.
  • Samen: energiereiche Hanfsamen mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren.

Geschlechter und Blüten

Cannabis ist überwiegend zweihäusig, das heißt, es bildet getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Für die Wirkstoffgewinnung sind die unbefruchteten weiblichen Pflanzen entscheidend, da ihre Blüten die höchste Konzentration an Cannabinoiden aufweisen. Diese werden vor allem in winzigen Drüsenhaaren, den Trichomen, produziert und gespeichert.

Inhaltsstoffe

Das Besondere an der Cannabispflanze ist ihre chemische Vielfalt. Neben Cannabinoiden bildet sie:

  • Terpene, die für Aroma und Geruch verantwortlich sind,
  • Flavonoide als sekundäre Pflanzenstoffe,
  • Fettsäuren, Proteine und Ballaststoffe in den Samen.

In der lebenden Pflanze liegen die Cannabinoide zunächst in inaktiver, saurer Form vor und werden erst durch Erhitzung aktiviert (siehe Decarboxylierung).

Nutzung

Die Cannabispflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Je nach Sorte und Zucht dient sie der Gewinnung von Fasern, Samen, Speiseöl oder CBD-haltigen Extrakten. CBD-Produkte aus der Pflanze sind keine Arzneimittel; eine abschließende wissenschaftliche Bewertung gesundheitlicher Effekte steht aus.

Quellen & Belege

Häufige Fragen

Was ist Cannabis sativa?

Cannabis sativa ist die botanische Bezeichnung der Hanf- bzw. Cannabispflanze, einer einjährigen Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse.

Welche Wirkstoffe bildet die Cannabispflanze?

Sie bildet über hundert Cannabinoide wie CBD und THC, dazu Terpene und Flavonoide, überwiegend in den Trichomen der weiblichen Blüten.

Hat die Cannabispflanze ein Geschlecht?

Ja, Cannabis ist meist zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, wobei die weiblichen Blüten am cannabinoidreichsten sind.

Wofür wird die Cannabispflanze genutzt?

Je nach Sorte für Fasern, Samen, Öl, CBD-Extrakte sowie medizinisch genutztes Cannabis.

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