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Wirkstoffe 2 Min. Lesezeit

Flavonoide

Von der CBD-Supermarkt RedaktionAktualisiert 2026-06-14Wie wir prüfen

Kurzdefinition

Flavonoide sind eine große Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die in der Hanfpflanze und vielen anderen Pflanzen vorkommen und unter anderem an Farbe und Aroma beteiligt sind.

Was sind Flavonoide?

Flavonoide sind eine große Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die in der Hanfpflanze und vielen anderen Pflanzen vorkommen und unter anderem an Farbe und Aroma beteiligt sind. Sie zählen zu den weit verbreitetsten Naturstoffen überhaupt und finden sich beispielsweise in Obst, Gemüse, Tee und Wein.

In der Hanfpflanze treten Flavonoide gemeinsam mit Cannabinoiden und Terpenen auf, bilden jedoch eine eigene Stoffklasse. Einige Flavonoide kommen nahezu ausschließlich in Hanf vor und werden als Cannflavine bezeichnet.

Vorkommen und Funktion in der Pflanze

Flavonoide erfüllen in Pflanzen mehrere Aufgaben. Dazu gehören:

  • Beitrag zur Farbgebung von Blättern und Blüten
  • Schutzfunktionen gegenüber UV-Strahlung
  • Mitwirkung an Geruch und Geschmack

Damit ergänzen sie das sensorische und chemische Gesamtprofil der Pflanze.

Flavonoide und der Entourage-Effekt

Wie Terpene werden auch Flavonoide im Zusammenhang mit dem Entourage-Effekt genannt. Diese Hypothese geht davon aus, dass die verschiedenen Begleitstoffe der Pflanze gemeinsam mit Cannabinoiden wie Cannabidiol (CBD) ein anderes Gesamtbild ergeben als isolierte Einzelstoffe. Wissenschaftlich ist dies noch nicht abschließend geklärt.

Eigenschaften und Forschungsstand

Flavonoide sind allgemein als sekundäre Pflanzenstoffe gut bekannt und Gegenstand vielfältiger Forschung. Für spezifische, gesundheitsbezogene Wirkungen der in Hanf enthaltenen Flavonoide beim Menschen liegen jedoch keine abschließenden Belege vor. Für entsprechende Produkte dürfen daher keine Heilversprechen gemacht werden.

Bedeutung für Produkte

In Vollspektrum- und Breitspektrum-Erzeugnissen bleibt ein Teil der natürlichen Flavonoide erhalten und trägt zum Charakter des Extrakts bei. In einem reinen Isolat sind sie nicht enthalten. Das vollständige Inhaltsstoffprofil lässt sich nur eingeschränkt über eine Laboranalyse (COA) abbilden, da diese meist auf Cannabinoide fokussiert ist.

Quellen & Belege

Häufige Fragen

Was sind Flavonoide?

Flavonoide sind eine grosse Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die in vielen Pflanzen - darunter Obst, Gemüse, Tee und Wein - weit verbreitet sind. In der Hanfpflanze kommen sie gemeinsam mit Cannabinoiden und Terpenen vor und tragen zur Farbgebung sowie zum Aroma bei. Sie bilden eine eigenstaendige Stoffklasse und sind weder strukturell noch funktionell mit Cannabinoiden identisch. Einige Flavonoide kommen nahezu ausschliesslich in Hanf vor und werden als Cannflavine bezeichnet.

Kommen Flavonoide nur in Hanf vor?

Nein. Flavonoide zaehlen zu den weit verbreitetsten Naturstoffen ueberhaupt und finden sich in zahlreichen Obst- und Gemuesesorten, Teepflanzen, Kraeutern sowie Rotwein. Sie erfullen in Pflanzen verschiedene Aufgaben, darunter Schutzfunktionen gegen UV-Strahlung und Beitraege zur Farbgebung. In der Hanfpflanze gibt es jedoch einige Flavonoide, die nahezu ausschliesslich dort vorkommen, darunter Cannflavin A und Cannflavin B. Diese hanfspezifischen Vertreter werden aktuell in der Forschung untersucht.

Sind Flavonoide Cannabinoide?

Nein. Flavonoide bilden eine eigenstaendige chemische Stoffgruppe und sind weder strukturell noch funktionell mit Cannabinoiden oder Terpenen identisch. Cannabinoide wie CBD und THC entstehen in der Hanfpflanze ueber den Biosyntheseweg der Cannabigerolsaeure (CBGA), waehrend Flavonoide auf einem anderen pflanzlichen Stoffwechselweg gebildet werden. Beide Gruppen gehoeren zum natuerlichen Gesamtprofil der Pflanze, haben jedoch unterschiedliche chemische Strukturen und werden gesondert erforscht. Die drei Gruppen ergaenzen sich im Gesamtprofil der Pflanze.

Welche Rolle spielen Flavonoide im Entourage-Effekt?

Flavonoide werden als einer der Begleitstoffe diskutiert, die gemeinsam mit Cannabinoiden und Terpenen das Gesamtprofil eines Pflanzenextrakts prägen könnten. Die Hypothese des Entourage-Effekts geht davon aus, dass diese Stoffe zusammenwirken und sich gegenseitig beeinflussen. Belastbare wissenschaftliche Belege für einen solchen Synergieeffekt beim Menschen stehen bislang noch aus, und gesundheitsbezogene Heilversprechen sind nicht zulässig.

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