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Grundlagen 2 Min. Lesezeit

CB1- und CB2-Rezeptoren

Von der CBD-Supermarkt RedaktionAktualisiert 2026-06-14Wie wir prüfen

Kurzdefinition

CB1- und CB2-Rezeptoren sind die beiden klassischen Cannabinoid-Rezeptoren des Körpers, G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die als zentrale Bindungsstellen des Endocannabinoid-Systems wirken.

Was sind CB1- und CB2-Rezeptoren?

CB1- und CB2-Rezeptoren sind die beiden klassischen Cannabinoid-Rezeptoren des Körpers, G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR), die als zentrale Bindungsstellen des Endocannabinoid-Systems wirken. An sie binden sowohl körpereigene Botenstoffe als auch pflanzliche Cannabinoide. Beide Rezeptoren gehören zur Klasse-A-Familie der sieben-transmembranären G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und koppeln überwiegend an G-Proteine vom Typ Gi/o.

Der CB1-Rezeptor

Der CB1-Rezeptor (Gen CNR1) ist der am häufigsten vorkommende G-Protein-gekoppelte Rezeptor im Säugetiergehirn. Er ist in geringerer Dichte auch in zahlreichen peripheren Geweben und Zellen zu finden. CB1 sitzt vorwiegend präsynaptisch an Nervenzellen und beeinflusst dort die Freisetzung von Botenstoffen. Über CB1 werden zentralnervöse Effekte vermittelt, etwa Einflüsse auf Stimmung und Kognition.

Der CB2-Rezeptor

Der CB2-Rezeptor wird vor allem in Zellen des Immun- und blutbildenden Systems exprimiert. Zunehmend gibt es Hinweise auf ein Vorkommen auch in weiteren Geweben wie Gehirn, Leber, Bauchspeicheldrüse und Knochen. CB2 wird daher häufig mit der Regulation von Entzündungs- und Immunprozessen in Verbindung gebracht.

Signalwege

Nach Aktivierung koppeln CB1 und CB2 überwiegend an Gi/o-Proteine und hemmen die Adenylatzyklase. Sie beeinflussen zudem MAP-Kinasen und Ionenkanäle, darunter Calciumkanäle. Über diese Signalketten greift das System modulierend in zahlreiche physiologische Abläufe ein.

Liganden und Cannabinoide

Zu den wichtigsten körpereigenen Liganden (Endocannabinoiden) zählen Anandamid und 2-Arachidonoylglycerol (2-AG). Auch pflanzliche Phytocannabinoide wie THC wirken über diese Rezeptoren; THC bindet direkt an CB1. CBD hingegen bindet nur schwach an CB1 und CB2 und wirkt überwiegend über andere Mechanismen. Konkrete gesundheitliche Wirkungen einzelner Cannabinoide sind nicht abschließend wissenschaftlich gesichert; CBD-Produkte sind keine Arzneimittel.

Quellen & Belege

Häufige Fragen

Was sind CB1- und CB2-Rezeptoren?

CB1- und CB2-Rezeptoren sind die beiden klassischen Cannabinoid-Rezeptoren des menschlichen Körpers. Es handelt sich um G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR), an die sowohl körpereigene Endocannabinoide als auch pflanzliche Cannabinoide binden können. Sie bilden die zentralen Bindungsstellen des Endocannabinoid-Systems und sind an zahlreichen physiologischen Regulationsprozessen beteiligt. Beide Rezeptortypen koppeln überwiegend an Gi/o-Proteine und hemmen dadurch die Adenylatzyklase.

Wo kommen CB1-Rezeptoren vor?

CB1-Rezeptoren sind die am häufigsten vorkommenden G-Protein-gekoppelten Rezeptoren im Säugetiergehirn. Besonders dicht finden sie sich in Regionen, die mit Motorik, Gedächtnis und Stimmung in Verbindung stehen. In geringerer Dichte kommen CB1-Rezeptoren auch in peripheren Geweben vor, etwa in Leber, Fettgewebe und dem Verdauungstrakt. CB1 sitzt vorwiegend präsynaptisch an Nervenzellen und beeinflusst die Freisetzung von Botenstoffen.

Wo kommen CB2-Rezeptoren vor?

CB2-Rezeptoren finden sich vor allem in Zellen des Immun- und blutbildenden Systems, darunter B-Lymphozyten, natürliche Killerzellen und Makrophagen. Zunehmend gibt es Hinweise auf ein Vorkommen auch in anderen Geweben wie Gehirn, Leber, Bauchspeicheldrüse und Knochen. CB2 wird häufig mit der Modulation von Entzündungs- und Immunprozessen in Verbindung gebracht, wobei die genaue Rolle noch Gegenstand der Forschung ist.

Welche körpereigenen Stoffe binden an diese Rezeptoren?

Zu den wichtigsten körpereigenen Liganden, den sogenannten Endocannabinoiden, zählen Anandamid (AEA) und 2-Arachidonoylglycerol (2-AG). Anandamid bindet bevorzugt an CB1-Rezeptoren, während 2-AG beide Rezeptortypen aktiviert. Diese Botenstoffe werden bedarfsgesteuert aus Membranphospholipiden synthetisiert und nach ihrer Wirkung enzymatisch abgebaut. Auch pflanzliche Cannabinoide wie THC können an diese Rezeptoren binden.

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