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CBD-Supermarkt
Anwendung 3 Min. Lesezeit

Bioverfügbarkeit

Von der CBD-Supermarkt RedaktionAktualisiert 2026-06-14Wie wir prüfen
Abstrakte Grafik zur zellulären Aufnahme und Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen

Kurzdefinition

Die Bioverfügbarkeit gibt an, in welchem Prozentsatz und wie schnell ein aufgenommener Wirkstoff (wie CBD) unverändert in den Blutkreislauf gelangt.

Was ist Bioverfügbarkeit?

Die Bioverfügbarkeit ist eine grundlegende pharmakokinetische Messgröße. Sie gibt an, welcher Anteil einer verabreichten Dosis eines Wirkstoffs (wie CBD oder THC) unverändert und in aktiver Form den systemischen Blutkreislauf erreicht und in welcher Geschwindigkeit dies geschieht. Sie wird als Prozentsatz zwischen 0 % und 100 % angegeben.

Eine intravenöse Injektion weist per Definition eine Bioverfügbarkeit von 100 % auf. Bei allen anderen Einnahmeformen (z. B. oral oder sublingual) geht auf dem Weg durch den Körper ein Teil des Wirkstoffs verloren, wodurch die Bioverfügbarkeit sinkt.

Warum ist die Bioverfügbarkeit bei CBD so gering?

Cannabidiol ist eine stark lipophile (fettlösliche) Substanz, die sich in Wasser kaum löst. Dies erschwert dem Körper, der zu einem großen Teil aus Wasser besteht, die effiziente Aufnahme. Zudem unterliegt oral geschlucktes CBD (z. B. in Form von Kapseln oder Lebensmitteln) dem sogenannten First-Pass-Effekt: Nach der Passage des Magen-Darm-Trakts wird das CBD über die Pfortader direkt zur Leber transportiert, wo Enzyme einen Großteil des Wirkstoffs abbauen, bevor er den Rest des Körpers erreichen kann.

Die Einnahmeformen im Vergleich

Die Bioverfügbarkeit von CBD variiert je nach Einnahmeart drastisch:

Einnahmemethode Typische Bioverfügbarkeit Wirkungseintritt Wirkungsdauer
Oral (Kapseln, Essen) ca. 4 % – 20 % 60 – 120 Min. 6 – 8 Std.
Sublingual (CBD-Öl unter der Zunge) ca. 12 % – 35 % 15 – 30 Min. 4 – 6 Std.
Inhalativ (Vaping/E-Liquids) ca. 30 % – 60 % Sofort (Sekunden) 2 – 3 Std.
Topisch (Cremes auf der Haut) Wirkt nur lokal, dringt kaum ins Blut 30 – 45 Min. Variabel
  • Sublinguale Einnahme: Durch das Halten von CBD-Öl unter der Zunge für 60 bis 90 Sekunden wird ein erheblicher Teil des Wirkstoffs direkt über die Mundschleimhaut resorbiert. Dies umgeht den First-Pass-Effekt und erhöht die Bioverfügbarkeit signifikant im Vergleich zum direkten Herunterschlucken.
  • Inhalative Einnahme: Beim Inhalieren gelangt das CBD gasförmig über die Lungenbläschen direkt ins Blut. Dies bietet die höchste Bioverfügbarkeit und den schnellsten Wirkungseintritt, birgt jedoch potenzielle Risiken für die Atemwege.

Methoden zur Steigerung der Bioverfügbarkeit

Die Wissenschaft forscht intensiv an Technologien zur Optimierung der CBD-Bioverfügbarkeit. Dazu gehören:

  1. Nano-Emulsionen: Wasserlösliches CBD, bei dem die Wirkstoffmoleküle in mikroskopisch kleine Tröpfchen zerlegt werden, die sich leicht mit Wasser verbinden und vom Körper viel schneller resorbiert werden.
  2. Einnahme mit fetthaltigen Mahlzeiten: Da CBD fettlöslich ist, kann die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit die orale Bioverfügbarkeit um das Drei- bis Vierfache steigern, da die Fettverdauung angeregt und die Absorption verbessert wird.

Quellen & Belege

Häufige Fragen

Was bedeutet Bioverfügbarkeit?

Die Bioverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil einer aufgenommenen Wirkstoffdosis unverändert und aktiv in den Blutkreislauf gelangt und wie schnell dies geschieht. Sie wird als Prozentsatz zwischen 0 und 100 angegeben. Eine intravenöse Gabe gilt als Referenzwert mit 100 Prozent. Alle anderen Einnahmeformen — oral, sublingual oder inhalativ — erzielen niedrigere Werte, da auf dem Weg durch den Körper ein Teil des Wirkstoffs verloren geht.

Warum ist die Bioverfügbarkeit von CBD so gering?

CBD ist stark fettlöslich und löst sich kaum in Wasser, was die Aufnahme durch den wasserreichen Organismus erschwert. Oral geschlucktes CBD unterliegt zudem dem First-Pass-Effekt: Nach der Passage des Magen-Darm-Trakts wird es über die Pfortader zur Leber transportiert, die einen Großteil des Wirkstoffs enzymatisch abbaut, bevor er den Blutkreislauf erreicht. Beide Faktoren zusammen erklären die vergleichsweise niedrige orale Bioverfügbarkeit von CBD.

Welche Einnahmeform hat die höchste Bioverfügbarkeit?

Die inhalative Einnahme weist mit etwa 30 bis 60 Prozent die höchste Bioverfügbarkeit auf, da das CBD gasförmig über die Lungenbläschen direkt ins Blut gelangt. Sie birgt jedoch potenzielle Risiken für die Atemwege. Die sublinguale Einnahme von CBD-Öl erreicht etwa 12 bis 35 Prozent, weil die Mundschleimhaut den First-Pass-Effekt der Leber teilweise umgeht. Die orale Einnahme als Kapsel oder in Lebensmitteln liegt mit etwa 4 bis 20 Prozent am niedrigsten.

Wie lässt sich die Bioverfügbarkeit von CBD steigern?

Die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit kann die orale Bioverfügbarkeit um das Drei- bis Vierfache erhöhen, weil die Fettverdauung die Absorption fettlöslicher Stoffe begünstigt. Auch technologische Ansätze wie Nano-Emulsionen verbessern die Aufnahme: Dabei werden CBD-Moleküle in mikroskopisch kleine, wasserlösliche Tröpfchen überführt, die der Körper leichter resorbieren kann. Sublinguale Einnahme statt Herunterschlucken ist eine weitere einfache Maßnahme.

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